Gibt es Zigarren mit Vanillegeschmack?
Vanille begegnet einem bei Zigarren auf zwei völlig verschiedenen Wegen – und die beiden schmecken auch verschieden. Wer das unterscheidet, kauft gezielter.
Der aromatisierte Weg
Bei aromatisierten Zigarren wird Vanillearoma nach der Fermentation aufgetragen. Vanille ist hier das meistverwendete Aroma überhaupt: Sie wirkt weich, süß und deckt Schärfe zuverlässig ab. Der Effekt ist deutlich, plakativ und schon im kalten Zug spürbar.
Der natürliche Weg
Manche Tabake bringen vanilleartige Noten von sich aus mit, ohne jeden Zusatz. Typisch sind helle Connecticut-Shade-Deckblätter, die durch die Fermentation cremige, leicht süßliche Untöne entwickeln. Auch gut gereifte dominikanische Blends zeigen das häufig. Diese Vanille ist subtil, sie steht neben dem Tabak statt darüber.
Woran man sie unterscheidet
Der kalte Zug verrät es: Riecht der Kopf schon vor dem Anzünden deutlich nach Vanille, ist das Aroma zugesetzt. Natürliche Vanillenoten treten erst im Rauch auf, meist im ersten Drittel, und wandern im Verlauf in Richtung Holz und Nuss.
Welcher Weg für wen
- Einsteiger und Süßliebhaber: aromatisierte Zigarren. Klar, zugänglich, wenig Überraschungen.
- Wer Tabak schmecken will: milde dominikanische Zigarren mit hellem Deckblatt.
Ein Hinweis zur Lagerung
Aromatisierte Zigarren müssen getrennt liegen, sonst wandert die Vanille auf die Nachbarn im Humidor. Und sie werden mit den Jahren nicht besser, sondern flacher.
Zigarren mit Vanillenote aus unserem Sortiment
Beide Wege, aromatisiert und natürlich, sind vertreten.
- León Jimenes Flavour Petit Corona Blond: aromatisiert mit Vanille, mild und kurz.
- Sumatra Aromatic Zigarillos: Sumatra-Deckblatt mit Vanille-Kirsch-Aroma, sehr mild.
- Trinidad Villa HS & LCDH: kubanischer Churchill mit natürlicher Vanille, Schokolade und Nuss.
Pipe House über Vanillenoten
Beide Wege führen wir im Sortiment. Verwandt: Welche Zigarren haben einen Kirschgeschmack? Das ganze Sortiment steht unter Zigarren.