Sollte man Zigarren mit Folie in den Humidor legen?
Ob Zigarren mit oder ohne Zellophanfolie in den Humidor gehören, wird unter Kennern seit jeher diskutiert. Beide Seiten haben sachliche Argumente, die Antwort hängt davon ab, was Sie mit den Zigarren vorhaben.
Was für die Folie spricht
- Schutz: Das Deckblatt bleibt beim Umschichten und beim Transport unbeschädigt.
- Aromentrennung: Kräftige und aromatisierte Zigarren geben sonst Aroma an ihre Nachbarn ab. Wer aromatisierte Zigarren neben naturbelassenen lagert, sollte die Folie unbedingt drauf lassen.
- Puffer: Zellophan ist feuchtigkeitsdurchlässig, aber langsam, bei Schwankungen im Humidor wirkt es dämpfend.
Was dagegen spricht
- Langsamere Reifung: Der gebremste Austausch verzögert das Nachreifen deutlich. Wer bewusst über Jahre reifen lässt, nimmt die Folie ab.
- Feuchtenester: Bei zu hoher Humidorfeuchte kann sich unter der Folie Kondensat sammeln, ein Startpunkt für Schimmel.
- Verzögerte Anpassung: Frisch gekaufte Zigarren brauchen mit Folie länger, um sich an den Humidor zu gewöhnen.
Die praktische Empfehlung
Zigarren, die in den nächsten Wochen oder Monaten geraucht werden: Folie drauf lassen, sie schadet nicht und schützt. Zigarren, die über Jahre reifen sollen: Folie ab, dafür sauber getrennt nach Marke oder Stärke einsortieren. Aromatisierte Ware: immer verpackt lassen, unabhängig vom Zeitraum.
Tubos sind ein Sonderfall
Aluminium- oder Glasröhren schließen deutlich dichter als Zellophan. Zum Reifen gehören Zigarren aus dem Tubo heraus; zum Transport sind sie darin am besten aufgehoben.
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Pipe House über die Lagerung im Humidor
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