Wann trocknen Zigarren aus?
Wie schnell eine Zigarre austrocknet, hängt weniger an der Zigarre als an der Umgebung. Außerhalb eines Humidors beginnt der Feuchtigkeitsverlust sofort – spürbar wird er, je nach Raumluft, nach wenigen Tagen bis wenigen Wochen.
Was den Zeitrahmen bestimmt
- Raumluftfeuchte: Der wichtigste Faktor. In beheizten Innenräumen im Winter liegt sie oft unter 40 Prozent – dort geht es schnell. In feuchter Sommerluft dauert es deutlich länger.
- Temperatur: Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf. Neben der Heizung oder in der Sonne trocknet eine Zigarre um ein Vielfaches schneller.
- Verpackung: Zellophanfolie und Tubos bremsen den Verlust spürbar, verhindern ihn aber nicht. Eine unverpackte Zigarre auf dem Tisch ist am schnellsten hinüber.
- Format: Dünne Formate mit wenig Einlagemasse trocknen schneller durch als dicke.
Als grobe Orientierung
Ein paar Stunden außerhalb des Humidors schaden nicht – im Gegenteil, viele lassen die Zigarre vor dem Rauchen bewusst kurz akklimatisieren. Kritisch wird es ab wenigen Tagen in trockener Raumluft. Nach Wochen ohne Schutz ist die Zigarre deutlich verändert.
Unterwegs den Verlust bremsen
Ein Zigarrenetui schützt vor Bruch und verlangsamt das Austrocknen, ersetzt aber keinen Humidor. Für längere Reisen lohnt ein Reisehumidor oder ein Beutel mit Befeuchterpad.
Und wenn es passiert ist?
Eine leicht ausgetrocknete Zigarre lässt sich zurückholen – aber nur langsam. Nicht direkt neben den Befeuchter legen, sondern in Etappen wieder anfeuchten, über Wochen statt Tage. Zu schnelles Rückbefeuchten lässt das Deckblatt reißen. Vollständig durchgetrocknete Zigarren verlieren dabei trotzdem einen Teil ihrer Aromen dauerhaft.
Wie man den Zustand erkennt, steht unter Woran erkennt man, dass Zigarren zu trocken sind? Passende Humidore führen wir im Sortiment.