Was bewirkt der Filter bei Zigarren?
Premiumzigarren haben keinen Filter. Das ist kein Versäumnis, sondern Konstruktionsprinzip: Bei einer handgerollten Zigarre aus Langtabak entstehen Zugwiderstand und Rauchführung durch die Einlage selbst.
Warum die Handrolle keinen braucht
Deckblatt, Umblatt und Einlage bilden einen zusammenhängenden Kanal. Wie leicht oder schwer die Zigarre zieht, entscheidet der Roller über Blattmenge und Wickelung – und der Raucher über die Schnitttiefe am Kopf. Ein Filter wäre hier ein Fremdkörper, der genau diese Abstimmung zerstört.
Wo Filter tatsächlich vorkommen
Filter finden sich bei maschinell gefertigten Zigarren und vor allem bei Zigarillos im Massensegment. Dort erfüllen sie zwei Zwecke: Sie kühlen den Rauch und geben dem Mundende Halt, nötig sind sie aber nicht: Die meisten Zigarillos kommen ohne Filter aus. Ein Teil der Partikel bleibt zurück, das Zugverhalten wird gleichmäßiger.
Was das am Rauch ändert
Ohne Filter kommt der Rauch direkter und aromatisch dichter an den Gaumen. Mit Filter wirkt er milder und glatter, aber auch flacher. Wer von gefilterten Produkten kommt, nimmt den Unterschied beim ersten Zug an einer Handrolle sofort wahr.
Ein Missverständnis
Ein Filter macht das Rauchen nicht unbedenklich. Er verändert Temperatur und Zugverhalten, nicht die Natur des Produkts.
Der Zugwiderstand ist einstellbar
Wer eine Handrolle als zu schwer ziehend empfindet, braucht keinen Filter, sondern einen tieferen oder anderen Schnitt am Kopf. Punch, Guillotine und V-Cut ergeben spürbar unterschiedliche Zugbilder bei derselben Zigarre.
Pipe House über Zigarren ohne Filter
Handgerollte Formate finden Sie unter Zigarren, Kurzformate unter Zigarillos. Verwandt: Unterschied zwischen Zigarren und Zigarillos.