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Welche Etikette gibt es beim Rauchen von Zigarren?
Die Zigarren-Etikette ist weniger streng als ihr Ruf, lässt sich aber auf einige wesentliche Grundregeln reduzieren, die im geselligen Rahmen von Bedeutung sind:
- Anzünden: Eine Zigarre wird nicht hastig angezündet. Man nimmt sich Zeit für eine gleichmäßige Röstung der Schnittfläche, bevor der erste Zug gezogen wird. Ein Zigarrenfeuerzeug mit geruchsneutraler Butanflamme ist Pflicht, Benzinfeuerzeuge sind ungeeignet und gelten als Zeichen mangelnder Kennerschaft.
- Rauchen: Der Rauch wird im Mundraum gehalten und nicht inhaliert. Ein ruhiger Zugrhythmus von etwa einer Minute zwischen den Zügen gilt als Standard. Wer hektisch und schnell raucht, erhitzt die Zigarre übermäßig und beeinträchtigt das Aromaprofil. Eine Zigarre wird genossen, nicht konsumiert.
- Banderole: Die Banderole kann vor oder nach dem Anzünden entfernt werden. Traditionell wartet man, bis die Wärme des Rauchs den Klebstoff gelöst hat, um das Deckblatt nicht zu beschädigen.
- Asche: Die Asche einer gut gelagerten Zigarre hält lange zusammen und sollte nicht nervös abgeklopft werden. Man lässt sie wachsen und klopft sie erst ab, wenn sie von selbst zu fallen droht.
- Zigarre ablegen: Eine Zigarre legt man stets im Zigarren-Aschenbecher ab, nie auf dem Tischrand. Sie erlöschen zu lassen ist kein Fauxpas, sie aktiv auszudrücken hingegen gilt als unhöflich und erzeugt unangenehme Gerüche.
- Fremde Zigarren: Es gehört zum guten Ton, eine angebotene Zigarre anzunehmen und nicht abzulehnen, wenn man Zigarren grundsätzlich raucht. Eine fremde Zigarre ohne Erlaubnis aus dem Humidor zu nehmen gilt hingegen als grobe Unhöflichkeit.