Ist es schädlich, Zigarren zu kalt zu lagern?
Zu kalte Lagerung schadet Zigarren weniger als zu warme oder zu trockene Bedingungen, hat aber dennoch Auswirkungen auf Qualität und Reifung. Temperaturen unter 16 Grad Celsius verlangsamen die Reifungsprozesse im Tabak erheblich, was bei kurzfristiger Lagerung unproblematisch ist, bei längerer Lagerung jedoch dazu führt, dass die Zigarre ihr Potenzial nicht vollständig entfaltet. Kritischer wird es bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius: Die Tabakfasern ziehen sich zusammen, was den Zug beeinträchtigen und das Deckblatt spröder machen kann. Kurzzeitige Kältephasen, etwa beim Transport im Winter, sind in der Regel unbedenklich, solange die Zigarre vor dem Rauchen ausreichend Zeit hat, sich bei Raumtemperatur zu akklimatisieren. Ein häufiger Fehler ist die Lagerung im Kühlschrank: Die sehr trockene Luft eines Kühlschranks entzieht der Zigarre rasch Feuchtigkeit und schadet ihr mehr als die Kälte selbst. Die optimale Lagertemperatur im Humidor bleibt 16 bis 18 Grad Celsius.