Warum schmecken manche Zigarren scheinbar alle gleich?
Der Eindruck ist verbreitet und hat selten mit den Zigarren zu tun. In den meisten Fällen liegt es an einem von vier Punkten – und alle vier lassen sich abstellen.
Zu kräftig eingestiegen
Der häufigste Grund. Bei einer kräftigen Zigarre überlagert die Stärke alles andere; man schmeckt Wucht, aber keine Nuancen. Und wenn die zweite Zigarre ebenfalls kräftig ist, schmecken beide „gleich”. Mit milden Blends beginnen – etwa dominikanische Zigarren.
Zu schnell geraucht
Zu häufige Züge treiben die Verbrennungstemperatur hoch. Heißer Rauch schmeckt scharf und einheitlich, unabhängig davon, was in der Zigarre steckt. Rund eine Minute Pause zwischen den Zügen macht mehr Unterschied als jede Markenwahl.
Schlecht gelagert
Zu trockene Zigarren verlieren ihre flüchtigen Aromen und schmecken flach – alle auf dieselbe Weise. Ein funktionierender Humidor ist die Voraussetzung dafür, dass Unterschiede überhaupt ankommen.
Der Gaumen braucht Übung
Erde, Leder, Zeder, Kaffee, Pfeffer, Nuss – diese Kategorien muss man sich erarbeiten. Wer zwei- oder dreimal im Jahr raucht, hat schlicht keine Vergleichspunkte. Das ist keine Frage der Begabung, sondern der Wiederholung.
Was praktisch hilft
Bewusst gegensätzlich vergleichen: eine milde dominikanische gegen eine kräftige nicaraguanische Zigarre, nicht zwei ähnliche nebeneinander. Und innerhalb einer Zigarre auf den Verlauf über die drei Drittel achten – dort passiert der eigentliche Unterschied.
Drei deutlich verschiedene Profile aus unserem Sortiment
Direkt nacheinander geraucht, zeigen sie, wie groß die Spannweite ist.
- Bahia do Brasil Robusto: dunkles brasilianisches Deckblatt, Kakao und Süße.
- Don Pepin Flor de Las Antillas Sun Grown Robusto: kräftig aus Nicaragua, Pfeffer und Erde.
- Davidoff Signature No. 2000: mild und cremig, Holz und Kaffee.
Pipe House über Geschmacksunterschiede
Das Sortiment nach Herkunft sortiert steht unter Zigarren.