Kann man Zigarren mit einem Zippo anzünden?
Technisch geht es. Sinnvoll ist es nicht – und der Grund ist kein Snobismus, sondern der Brennstoff.
Das Problem ist das Benzin
Ein Zippo verbrennt Feuerzeugbenzin. Dessen Verbrennungsgase haben einen deutlichen Eigengeruch, der sich beim Anrösten auf den Fuß der Zigarre legt. In den ersten Zügen ist das klar wahrnehmbar und überlagert genau die Aromen, für die man eine Premiumzigarre kauft.
Wann es weniger ausmacht
Bei einer kräftigen Maschinenzigarre fällt es kaum auf. Bei einer feinen Handrolle ist es schade um den Tabak. Wer nur ein Zippo hat: die Flamme kurz brennen lassen und die Zigarre nur an der äußeren Flammenzone anrösten, nicht in den Flammenkern halten.
Was stattdessen funktioniert
- Butan-Feuerzeug: geruchsneutral, windfest, die naheliegende Lösung. Jetflamme punktuell, Softflamme flächiger.
- Langes Streichholz: funktioniert gut, aber erst anzünden, wenn der Schwefelkopf vollständig abgebrannt ist.
- Zedernspan: die klassische Variante, bringt sogar eine eigene Note mit.
Richtig anzünden
Den Fuß im Abstand über der Flamme drehen, bis er gleichmäßig glüht, erst dann ziehen. Kein direkter Flammenkontakt – zu große Hitze verbrennt das Deckblatt am Rand und macht den Abbrand schief.
Und beim Wiederanzünden
Vor dem erneuten Anzünden die kalte Asche abklopfen und den Fuß kurz freibrennen, sonst zieht der alte, bittere Rauch mit durch. Auch hier gilt: Abstand zur Flamme halten und drehen statt hineinhalten.
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