Was ist vorzuziehen: Zigarren bohren oder schneiden?
Bohren und Schneiden sind die beiden grundlegenden Methoden, um den Kopf einer Zigarre zu öffnen. Welche besser geeignet ist, hängt vom Format, dem gewünschten Zugwiderstand und der persönlichen Präferenz ab.
Beim Schneiden mit einem Zigarrenschneider wird ein Teil der Kappe entfernt und eine offene Schnittfläche erzeugt, durch die der Rauch großflächig strömt. Das Ergebnis ist ein freier, zugiger Zug, der das volle Aromaprofil der Einlage zur Geltung bringt. Guillotine, V-Cutter und Punch erzeugen dabei unterschiedlich große Querschnitte und damit unterschiedliche Zugwiderstände.
Beim Bohren, etwa mit dem Dorn des Pfeifenbestecks oder einem speziellen Zigarrenbohrer, wird ein kleines Loch in die Kappe gestochen, ohne Material zu entfernen. Das erzeugt einen konzentrierten, etwas festeren Zug und verhindert, dass Tabakpartikel in den Mund gelangen. Die Methode eignet sich besonders für Parejos mit geschlossener Kappe, ist jedoch bei figurierten Formen wie Torpedo oder Piramide weniger geeignet, da die Spitze bereits einen natürlichen Zugkanal bildet.
Für die meisten Formate und Raucher ist das Schneiden mit einem scharfen Zigarrenschneider die zuverlässigere Methode, da sie einen gleichmäßigeren Zug gewährleistet.