Was ist der Unterschied zwischen dem Rauchen von Zigarren und Zigaretten?
Zigarre und Zigarette haben den Rohstoff gemeinsam und sonst wenig. Der Unterschied beginnt beim Aufbau und endet bei der Art, wie geraucht wird.
Der Aufbau
Eine Zigarre besteht ausschließlich aus Tabakblättern: Deckblatt, Umblatt, Einlage. Kein Papier, kein Filter, kein Klebstoff im Rauchweg. Eine Zigarette besteht aus Feinschnitt in Papier, meist mit Celluloseacetat-Filter.
Der Tabak
Zigarrentabak wird über Monate bis Jahre fermentiert. Dabei bauen sich Stoffe ab, die den Rauch scharf machen, und es entstehen die Aromen, für die man eine Zigarre überhaupt raucht. Zigarettentabak durchläuft einen deutlich kürzeren Prozess und wird auf gleichbleibende Wirkung getrimmt, nicht auf Komplexität.
Die Technik
Der zentrale Unterschied: Zigarrenrauch wird im Mundraum gehalten und nicht inhaliert. Er ist dichter und alkalischer; das Nikotin wird über die Mundschleimhaut aufgenommen. Zigarettenrauch ist saurer und wirkt erst über die Lunge – deshalb wird er inhaliert.
Der Zeitrahmen
Eine Zigarette dauert wenige Minuten. Eine Premiumzigarre je nach Format eine knappe bis über eine Stunde, und sie verändert sich dabei über die drei Drittel. Das ist kein Nebeneffekt, sondern der eigentliche Punkt.
Der Anlass
Die Zigarette begleitet nebenbei. Die Zigarre ist das, was man tut – man plant sie ein, setzt sich hin, nimmt sich Zeit. Wer eine Zigarre wie eine Zigarette raucht, überhitzt sie und schmeckt nichts.
Ein ehrlicher Hinweis
Nicht zu inhalieren macht das Rauchen nicht unbedenklich. Es ist die richtige Technik für dieses Produkt, keine Entwarnung.
Pipe House über Zigarren
Milde Formate für den Einstieg stehen unter dominikanische Zigarren, kurze Rauchdauer unter Zigarillos.